B0wm4ker

Mai 242012
 

Howdy,

in den vergangenen Tagen haben sich wieder ein paar kleine, aber feine Veränderungen ergeben, von denen ich mir erwarte, dass sie sich für die Zukunft positiv auswirken werden.

Lock Poker

Auf der Suche nach meinen amerikanischen Fixed Limit Freunden bin ich im Merge Gaming Network fündig geworden, welches die US-Spieler noch nicht ausgeschlossen hat. Lock Poker ist der größte Client dieses Netzwerks (ca. 40% Anteil).
Wie ich erfahren habe, wird Lock Poker zum 01. Juni 2012 das Merge Netzwerk verlassen um sich der Konkurrenz auf dem Pokermarkt alleine zu stellen. Erfolgsversprechend wird sich hoffentlich auswirken, dass man Cake Poker gekauft hat, welches ebenfalls einen US-Spieler-Pool besitzt.

Ich habe gestern am frühen Nachmittag bis auf $ 150,– bei PokerStars ausgecashed und einen Account bei Lock Poker eröffnet mit $ 100,– Startkapital – die restliche Bankroll liegt auf meinem Neteller-Account.
Getracked bin ich über Pokersource, über die ich in der Vergangenheit bereits einige Promotions auf kleineren Clients abgespielt habe.
Ich werde innerhalb von 30 Tagen $ 120,– Rake generieren und dafür $ 115,– Bonus erhalten, was 95,8 % Rakeback entspricht. Ab dem zweiten Monat gibt es dann 10% tägliches Rakeback (auf den Micro Limits), welches dann in drei weiteren Stufen bis 35% steigt (je nach Rakevolumen des Vormonats).
Inwieweit sich das VIP-Programm nach der Fusion mit Cake Poker noch ändert wird die Zukunft zeigen (Cake Poker hat “Dealt Rake”, Lock Poker  momentan “Weighted Contributed”).

Nice fand ich, dass mich Lock Poker gestern Nachmittag direkt mit einem sicken Upswing empfangen hat: 80 Big Bets up in 400 Händen!

Den Traffic kann man natürlich mit PokerStars nicht vergleichen, gestern nachmittag liefen 3 Tische 10ct/20ct und 1 Tisch 25ct/50ct (heute morgen um 4°° Uhr allerdings 4 Tische 10ct/20ct und 5 Tische 25ct/50ct).
Die Gegner erscheinen mir wesentlich softer im Vergleich zu Stars, und das ist die Hauptsache: 2-3 softe Tische > 20-30 REG-Tische!
Pokertracker 4 funktioniert problemlos, HUD ist angepasst, die Pokersoftware ist übersichtlich und schnell.
Ein guter Gegner gab sich bisher noch nicht zu erkennen (es gibt da noch einen Deutschen – da ist das letzte Urteil noch nicht gefällt: das könnte sich zu einem TAG enwickeln, aber dazu braucht es noch ein paar mehr Hände).

Masterplan

Da meine Hauptspielzeit (zumindest an den Wochenenden und an Feiertagen) in den frühen Morgenstunden liegt (ab etwa 4°° Uhr bis 5°° Uhr geht es los - je nach körperlicher/geistiger Konstellation), wird mein Hauptaugenmerk da bei Lock Poker liegen (vermutlich wird zu diesen Zeiten der Traffic nicht weniger als bei PokerStars sein, eher mehr – ab 01.06. ziemlich sicher mehr), für die restlichen Zeiten habe ich mir eine “Restbankroll” auf Stars aufgehoben.

Nachteile:

Es bleibt ein kleines Restrisiko bezüglich US-DOJ (deswegen habe ich auch “nur” $ 100,– transferiert) – nachdem der “Black Friday” über ein Jahr zurückliegt, halte ich das Risiko, dass die Bankrolls eingefroren werden für ziemlich gering.
Da ich nicht für PS.com rake, werde ich vermutlich meinen Status verlieren. Da die FL-Foren ziemlich tot sind, tangiert mich das momentan aber nicht – zumal der Silberstatus nofalls schnell in ein paar Tagen “zusammengegrindet” wäre.

Bankrollmanagement

Ich werde darüberhinaus mein BRM aggressiver gestalten, als in der Vergangenheit.
Momentan schwebt mir ein 150er BB-BRM vor mit Abstieg bei 100 BB – zumindest solange ich meine gespielten Limits schlage, oder das Gefühl habe, sie schlagen zu können.
Am Skillwendepunkt würde ich dann wieder ein passiveres BRM fahren.

Hierzu ist der letzte Gedanke noch nicht verstrichen – sobald eine endgültige Entscheidung gefallen ist, gibt es die News im Blog.

See Ya.

Mai 172012
 

Howdy,

nachdem seit meinen Preflop-Anpassungen eine ordentliche Handanzahl über die Tische gewandert ist (Samplesize ist zwar noch nicht ganz identisch zu der tighten Spielweise, aber aussagekräftig genug), möchte ich meinen momentanen Erkenntnisstand festhalten:

Das Vergleichslimit ist 10ct/20ct (6max).

Chart-Style

Hands Won: 6.186
Rake Taken: $ 254,42
Rake in BB: 1.272,1
Rake:  1.272,1 BB / 424,28 = 3,00 BB/100
Brutto-Winrate: 2,30 BB/100 + 3,00 BB/100 = 5,30 BB/100
VPP: 1.146,80
VPP/100: 2,70

30/20-Style

Hands Won: 4.738
Rake Taken: $ 181,–
Rake in BB: 905
Rake: 905 BB / 269,92 = 3,35 BB/100
Brutto-Winrate: 2,01 BB/100 + 3,35 BB/100 = 5,36 BB/100
VPP: 856
VPP/100: 3,17

Erkenntnisse

Die Veränderungen greifen auf 10ct/20ct natürlich nur teilweise, da auf diesem Limit noch sehr viel Openlimper anzutreffen sind. Man muss auch sehr genau beobachten, welche Gegner in den Blinds sitzen, sonst werden loose Steals gegen loose Defender schnell problematisch.
Es gilt eben immer noch, dass man das Hirn einschaltet, und sich hinterfragt, warum man welche Aktion ausführt und warum nicht – das ist Styleunabhängig!

Etwaige Bedenken, das Unternehmen könne scheitern, trafen erwartungsgemäß nicht ein.
Auch wenn ich ein paar Wochen schwer overrolled auf einem zu niedrigem Limit “vergeudet” habe, halte ich meine Entscheidung nach wie vor für richtig (klar, sonst würde ich sie anpassen) – sie mag manch einem etwas weak erscheinen, entspricht aber durchaus meinem Charakter – man ist schließlich weit über die 20 hinaus…!

Die Winrate wird sich mit Sicherheit noch den 3 BB/100 nähern, weil es der Wonnemonat Mai in den vergangenen 12k Händen Varianz- und Bonusbedingt leider mit mageren 0,92 BB/100 nicht so gut mit mir meint.

Veränderungen

Die Frequenz meiner gespielten Hände (VPIP) hat sich overall um etwa 20% erhöht. Mein Gameplan dreht sich um das Wesentliche: die Blinds, was man sehr deutlich an meinen Steal- und Defend-Werten erkennen kann.
Sehr erfreulich sind die “Winrates” (eigentlich sollten sie Lossrates heißen) in den Blinds.

Ausblick

Etwas unbefriedigend (weil etwas niedrig) ist noch der Went To Showdown Wert, wobei ich denke, dass sich der mit den kommenden Limitaufstiegen von alleine erhöhen wird.
Auf 10ct/20ct sind zum Großteil passive Spieler unterwegs. Gegen deren Aggressionen ist Showdownboundness vielleicht eher kontraproduktiv, da deren Bluff-/Semiblufffrequenz eher sehr niedrig anzusiedeln ist.

Soweit für Heute.

Greetz

Woodstock

Mai 142012
 

Howdy,

auf besonderen Wunsch habe ich von meiner heutigen Session den Videomitschnitt hochgeladen.
Ich habe 3 Tische 10ct/20ct gespielt – wobei nur 2 Tische im Video zu sehen sind – einen Ersatztisch hatte ich auf dem zweiten Monitor laufen.
Es war eine ziemlich interessante Session, das Kommentieren werde ich wohl noch weiter üben müssen – ich habe mir das Video noch nicht angesehen.
Ihr seht (hört) mich oft sprachlos, ratlos, verwirrt, irritiert – leider bin ich bei Erklärungsversuchen auch ein paarmal ausgetimed (soweit ich mich erinnere, waren das sowieso Folds) – einige Showdowns brachten sehr verblüffende Ergebnisse.
Ich denke, das Video ist auch ein interessanter Zeitzeuge für jene Vertreter, die der Meinung sind, auf den Micros werde nicht/sehr wenig gebluffed.

Wie immer bin ich für Lob oder Tadel dankbar (auch wenn ich bereits ahne, dass sich da wieder nichts tut).

BTW: Gestern hatte ich einen sehr netten 140 BB Absturz – ist halt mal wieder Reload-Bonus-Time: da läuft die Stars-Software im “REG-Arsch-Aufreiß-Modus”!

Und nun: viel Spaß…

Video

 

Mai 082012
 

Howdy,

damit der Blog nicht total verkümmert, mal wieder ein kleines Lebenszeichen:

anlässlich des Reload-Bonus bei Poker Stars habe ich Anfang des Monats einen überschaubaren Betrag eingecasht, um meine Bankroll ein klein wenig zu pimpen.
Aus diesem Grund stehen die Zeichen für den Mai überwiegend auf Grinding.
Neben dem Reload-Bonus stehen 2 Stellar Rewards an, sowie der $ 50,– Bonus, wobei ich wohl für 100 FPP Aufschlag den € 50,– Cadooz-Gutschein nehme (hier muss ich mich moch schlau machen, wie ich den genau an den Mann/Frau bringe).

An den Tischen läuft es vorzüglich (bis auf eine Ausnahme), überwiegend spiele ich 4 Tische, manchmal steigere ich auf 6.

Zu Beginn der Bonusphase habe ich ein Multitabling-Tool (Stack and Tile) ausprobiert, mit dem ich 12 Tische gespielt habe.
Alle Tische sind gestapelt, nur die Tische, an denen Action erwartet wird, kommen in ein sichtbares Raster, um bei Beendigung der Hand wieder in den Stapel zu wandern.
Klingt einfach? Joar, dachte ich auch – hat mich aber total überfordert. Das hatte mit Poker nix mehr zu tun, und wenn das “Standard” wäre, hätte ich FL 1(!) Tag ausprobiert und danach nie wieder gespielt!
Keine Ahnung, wie oft ich – trotz Tool – ausgetimed bin (ich bringe 8 Tische übersichtlich auf meine beiden Monitore und time so gut wie nie aus), Reads auf die Gegner fallen komplett weg, weil die Tische mit Action immer in den ersten freien Slot verschoben werden, und somit immer an einem random Platz sind.
Nach einer Stunde war ich fix und fertig. Im Normallfall kann ich über viele, viele Stunden 4 Tische hochkonzentriert spielen – aber diese eine Stunde war wie Krieg!
Die einzige logische Konsequenz war dann auch, dass ich 40 BB gedroppt bin (meine einzige Minus-Session in diesem Monat).

Meine Bankroll nähert sich mittlerweile der $ 500,– Marke.

Zu Beginn des Juni erwarte ich sie dann wohl irgendwo zwischen $ 600,– und $ 700,–.

Nach dieser Grinding-Phase werde ich in die Sommerpause gehen und mich verstärkt um Familie und Garten kümmern. Die Fußball-EM steht auch noch an.
Voraussichtlich werde ich erst nach der Gartensaison im Oktober/November wieder durchstarten.
Das soll nicht bedeuten, dass ich  pokertechnisch gar nichts mehr mache: ich werde mich theoretisch weiterbilden, das Forum via Laptop/Hängematte nutzen, und auch weiterhin Hände spielen, um “im Thema zu bleiben” und neu Erlerntes an den Tischen zu testen – allerdings ohne Druck/Zwang bezüglich Stati/Boni/Eceteri…
Solide Lernsessions mit maximal 1-2 Tischen, um genügend Zeit für Handreviews zu haben werden mir da genügen.

Ab spätestens November 2012 werden dann die kommenden Limits in Angriff genommen.

Happy

Mai 012012
 

Howdy,

kurzer Monatsrückblick:

Der April dürfte wohl einer der wichtigsten Monate in meiner Poker-Entwicklung gewesen sein, weil ich ab 10. April meinen Stil komplett umgestellt habe.

Nachfolgend der Graph für den kompletten Monat:

Interessanter ist für mich allerdings der nächste Graph, der nur die Hände nach der Umstellung enthält:

Dazu die passenden Positionsstatistiken:

Die Bankroll liegt zum 30. April bei $ 415,–; hat sich doch schön entwickelt die vergangenen 5 Monate!

Ausblick

Der kommende “Wonnemonat” dient mir als Rakeback-Monat (2 Stellars, der 50er-Bonus + Reload-Bonus stehen an), weswegen “Grinding” wohl etwas über “Content” angesiedelt sein wird.
Danach werde ich es dann wohl etwas ruhiger angehen lassen über die Sommermonate, um das schöne Wetter im Garten zu nutzen und mich outside etwas mehr der Theorie zu widmen.

See Ya.

 

Apr 252012
 

Howdy,

es wird mal wieder Zeit für ein Blog-Posting!

Wie bereits mitgeteilt, arbeite ich (unter anderem, aber verstärkt) an meinem Preflopspiel, das sich vom TAG-Style der “Pokerstrategen” hin zum LAG-TAG-Style (keine Ahnung, ob der so heißt – ich nenne ihn einfach einmal so) verändern soll. Dies bedeutet in der Kurzfassung einen Zuwachs von etwa 20-30% an Starthänden.
Ich habe unter Zuhilfenahme der mir bekannten Informationen ein Chart gebastelt (Openraise/3bets vs Openraise/BB-Defence), das ich für die Anfangszeit als “Spickzettel” nehme und, wende dies sehr gegnerspezifisch an.
Ich bin aus Testzwecken wieder ein Limit abgestiegen auf 10ct/20ct (quasi der “Idiotenhügel” der Skifahrer), um bei einem möglichen Scheitern die Verluste überschaubar zu halten.
Da ich mittlerweile seit zwei Wochen in gut 12.000 Händen erste Eindrücke erhalten habe, denke ich, dass es an der Zeit ist für eine Zwischen-Bilanz.

Ursachen

Wie von mir hier bereits des öfteren erwähnt, ist Fixed Limit Holdem tougher geworden (dies ist zumindest meine Meinung). Das merkt man bereits auf dem “Micro-Limit” 25ct/50ct (auch wenn darüber viele Low- und Midstakes-Spieler lachen werden).
Diese Tage habe ich erst wieder gelesen, dass man die Spielstärke 25ct/50ct von 2012 mit 2$/4$ zu Beginn des Pokerbooms vergleichen kann (warum habe ich den nur verpasst?)
Wie komme ich darauf?
Ich habe im Jahr 2009 auf 25ct/50ct von 10max auf 6max umgestellt und hatte dabei über etwa 120k – 150k Hände eine Winrate von 2,7 BB/100 bei einem “Wissen”, das ich rückwirkend als marginalst einstufen würde.
Mein Pokerwissen hat sich (trotz der einjährigen Abstinenz) meiner Meinung nach vervielfacht (viel davon habe ich meiner kurzen, aber intensiven Zeit bei Poker Evolution zu verdanken) – trotzdem sehe ich momentan No Way, diese Winrate auch nur annähernd zu erreichen. Klar: wahrscheinlich würde ich das Limit auch ohne Gameplan-Änderung schlagen – vielleicht mit 1,0 bis 1,5 BB/100 (reine Vermutung), eventuell 0,50/1 auch noch knapp im Plus, aber wie soll das weiter gehen?

Immer wieder lese ich im Forum, dass langjährige Pokerstrategen, von denen man das nicht erwarten würde, am Limit 25ct/50ct gescheitert sind.

Ich vermute, dass die Ursache dafür der “Black Friday” mit der “Disqualifikation” des US-Marktes ist. Es gibt einfach zu wenig “Fische” auf allen Limits. Hervorragende Pokerspieler, die vormals Richtung 50/100 und höher aufgestiegen sind, grinden “For Lifetime” 2/4 bis 3/6 und verhindern dadurch wieder, dass die besseren Micro-Stakes-Spieler auf diesen Limits Fuß fassen können, die ihrerseits wieder auf ihren “Wohlfühllimits” verweilen.

Ansatz

Welche Möglichkeiten hat man nun?
Man könnte warten, bis sich das US-Department of Justice zu einer Einigung durchringt…
Man könnte auch hoffen, dass der Markführer Pokerstars neue Ideen entwickelt, um neue Freizeitspieler zu rekrutieren…

Oder man versucht, sich dahingehend weiterzuentwickeln, um Spielvorteile auf den Durchschnitts-TAG zu erhalten!

Genau das ist der Ansatzpunkt, der mir am meisten zusagt, weil es der einzige Punkt ist, den ich selbst in der Hand habe.
Auf den Rest habe ich keinen Einfluß, da hilft es auch nicht zu jammern. Wenn es keine Fische gibt muss man eben die Regular TAGs spielen, um ein Limit zu schlagen…

Ein Hebel, den es dabei zu benutzen gilt, ist das Blind-Spiel: der Durchschnitts-TAG verteidigt seinen Big Blind zu wenig und stealt zu tight, weil es eben so in den diversen Charts steht.

Das Ziel bei der Blinddefence ist, die Verluste im SB auf unter -10 BB/100 und im BB auf etwa -20 BB/100 zu drücken (das sind – laut Pokerstrategy – TOP-Werte). Im Gegenzug werden die zu tighten Spieler in den Blinds mit einer Arie an Steals eingedeckt – immerhin liegt der Erlös eines erfolgreichen Steals bei 0,75 BB! – da die Edges klein sind, können ein oder zwei erfolgreiche Steals in 100 Händen den Unterschied vom Break-Even-Spieler zum Limit-Crusher ausmachen.

Zusätzlich experimentiere ich gegen die besseren Gegner preflop im Big Blind mit der “No-3bet-Strategie” (außer gegen den SB, weil wir da Position haben – da werden die entsprechenden Gegner lt. WTS mit 3bet-Serien eingedeckt), um ihnen “Rangeteilungs-Informationen” vorzuenthalten.

Vergleich

Die wichtigsten Unterschiede kann man der folgenden Statistik-Tabelle entnehmen (auch wenn die Samplesizes noch klein sind, ist die Tendenz bereits erkennbar):

Vorher

Nachher

Leider hat mir das gestrige Reload-Bonus-”Doomswitch”-Syndrom einen Strich durch die Rechnung gemacht, “bessere” Werte zu liefern – ein 80 BB-Swing auf 1.240 Hände hat mich von meinem 4,1 BB/100 – Thron gestoßen – und das, obwohl ich (noch) nicht eingecashed habe…

Das ist aber “wayne”, weil es gegen einen wichtigen Paragraphen des Pokermindsets verstößt (ergebnisorientiertes Denken).
Dieses erste Zwischenresultat bestätigt mich darin, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde – und dieser ist selbstverständlich noch sehr, sehr ausbaufähig, da ich mich erst am Anfang des Weges befinde…!
Der WTS-Wert hat noch “Luft nach oben”, auch wenn ich bereits wesentlich showdownbounder spiele – auch die VPIP/PFR-Werte haben das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Greetz

http://zaazu.com

Apr 102012
 

Howdy,

seit dem letzten Blogeintrag hat sich wieder einiges getan.
Ich habe mir einen ganzen Schwung von Boomer2k10-Videos angesehen: Micro Surgery, Logic Knot, The Tree Stages of Minbet – alles hervorragendes Lehrmaterial.
Die Logic Knot Folgen über Blind Defense haben mich dermaßen beeindruckt und fasziniert, dass ich sie mir dreimal angesehen habe.
Aufgrund dieser Videos habe ich mich entschlossen, mein Spiel verstärkt auf das wesentliche Angriffsziel auszurichten: die Blinds. Es gibt auf 25ct/50ct bereits einige Spieler, die 30/20+ spielen und ich muss sagen: es gibt angenehmere Zeitgenossen am Pokertisch.

Mir ist klar, dass man  vermutlich bis 1/2 mit dem tighten 25/16-Style Winning Player sein wird, aber ab vermutlich 2/4 wird man sich looser orientieren müssen…
Warum soll ich teures Lehrgeld bezahlen, wenn ich das Spiel mit weiteren Ranges für ein Achtel des späteren “Preises” lernen kann?

Die ersten 3 Tage mit der ungewohnten Strategie sind Vergangenheit, ich denke, ich komme ganz ordentlich zurecht – was noch nicht passt ist die Winrate, aber 2k Hände sind auch noch keine Samplesize.

Von meiner heutigen Session habe ich ein Live-Video gemacht – wird wohl wieder eine längere Nachanalyse…

Happy-Grin

Video

Apr 052012
 

 

Howdy,

wie im letzten Blogeintrag bereits beschrieben, arbeite ich zur Zeit sehr intensiv an meinem Spiel. Das Hauptaugenmerk dabei liegt neben dem Preflopplay vor allem auf meiner Showdownfrequenz mit marginalen Händen (mit den guten bin ich ja sowieso am SD).
Nebenher beschäftige ich mich intensiv mit dem Poker-Mindset, also der mentalen Einstellung, weil ich gemerkt habe, dass es bei mir durchaus Abweichungen zum Optimum gibt.
Da die psychologische Komponente ein durchaus umfangreiches Thema ist, das man nicht mal eben kurzfristig abhandeln kann, werde ich dafür demnächst einen eigenen Menüpunkt im Blog einrichten, in dem es sich ausschließlich um das Mindset drehen wird.

An den Tischen läuft es momentan “so lala”, was verschiedene Ursachen hat, wovon  mich der Punkt Varianz am wenigsten interessiert, weil ich ihn nicht beeinflussen kann. Mit 19% W$SD wird man keine Session mit Gewinn beenden – das sollte klar sein. Was mich momentan interessiert (und das ist die direkte Verbindung zur mentalen Einstellung) sind meine Entscheidungen, die in jeder einzelnen Hand zu treffen waren – und da waren jede Menge unzureichender dabei! Daran gilt es zu arbeiten und ich bin sehr motiviert an meinen Fehlern zu arbeiten!

Aus diesem Grund werde ich den Schwerpunkt des Blogs von “ergebnisorientierten Wasserstandsmeldungen mit Graphen und nicht aussagekräftiger Pseudo-Winrates aufgrund Samplesize” mehr in die Richtung “Arbeitsblog mit pokertheoretisch höherem Tiefgang” umbauen.
Statistiken und Graphen sollten jeweils zum Monatesende genügen, wenn sie nicht zwischendurch gerade zu einem speziellen Problem nützlich sind.

Ich habe bisher  2.000 Hände im April gespielt. An den relevanten Stats 25/19/1,9/40 ist bereits zu erkennen, dass sich Kleinigkeiten in meinem Gameplan geändert haben. Die momentane Winrate von 0,98 BB/100 wird mich longterm auf dem Limit nicht befriedigen können!

Video

Ein Hebel, von dem ich mir mittelfristig verspreche, dass er mein Spiel verbessert, ist der Videomitschnitt meiner Sessions, da ich dadurch gezwungen werde, mir Gedanken zu den Händen zu machen und diese Gedanken zu verbalisieren.
Dies stellt mich vor die erwarteten Probleme und deutet darauf hin, dass mein Spiel einen hohen Anteil von “ABC, Standardmustern und gefühlsbasierenden Automatismen” enthält.
Das Video beinhaltet eine 25ct/50ct 2-tabling Session über 116 Hände, Spieldauer: 38min 30sek mit einigen fragwürdigen Entscheidungen.

Alle aktiven und passiven Mitleser sind herzlich dazu eingeladen, ihre Meinungen, Kritik, Fragen, Ratschläge via Kommentar zu hinterlassen – gegen fruchtbare Interaktivitäten gibt es nichts einzuwenden.
Ich würde lediglich hinsichtlich der besseren Übersicht darum bitten, zu jeder Hand (mit Zeitangabe) nur einen Haupt-Kommentar zu eröffnen und diese dann im weiteren Verlauf über die “Antworten”-Funktion auszudiskutieren, was einen schönen, hierarchischen Verlauf verspricht…

Ich bin bereits gespannt auf die Resonanz (immerhin gab es im März knapp 3.000 Pageviews).

Greetz
B0wm4ker

Afraid

Mrz 312012
 

Howdy,

schon wieder ein Monat vorbei – wo läuft die Zeit hin?

Rückblickend auf den kompletten März muss ich wohl resumieren, dass er als guter Monat in meine persönlichen Poker-Annalen eingeht – auch wenn wieder einige bösartige Sessions mit dabei waren:

die Bankroll habe ich auf $ 320,– gepusht, weswegen ich auf sehr beruhigende 640 BB für 25ct/50ct zurück greifen kann. Ich würde sagen, ich habe mich nach nunmehr 6.300 Händen diesen Monat an das Limit gewöhnt und runne derzeit mit 2,5 BB/100 sehr zufriedenstellend. Dazu gesellen sich noch 5.800 Hände auf 10ct/20ct aus der ersten Monatshälfte mit 2,7 BB/100, was dann folgenden Gesamtgraphen ergibt:

Meine Ziele für April:

  • 9.000 Hände Samplesize
  • 2-tabling
  • A-Game verbessern
    Hauptaugenmerk: WTS, VPIP/PFR (die Werte sind allesamt nicht unbedingt schlecht, aber sehr tight)
    SD-Equity speziell vs TAG nach Turn-Aggression mit A-high überprüfen (ich denke, gerade in diesen Spots bin ich nicht SD-bound genug und sehr Semi-Bluff anfällig)

Diese 3 Punkte sind praktisch aufeinander abgestimmt: Arbeiten am eigenen Skill, hoch konzentriert an wenig Tischen auf eine überschaubare Samplesize, um genügend Zeit für Reviews und Analysen zu haben.

Challenge

Wenn man sich den ersten Blogeintrag vom November vergangenen Jahres genau durchliest, und mit meinen Blogeinträgen 2012 vergleicht, sieht man wahrscheinlich schon, dass sich meine Einstellung im weiteren Verlauf völlig verändert hat.

Im Prinzip wäre es jetzt auch keine Herausforderung mehr, die Bankroll Richtung $ 1.500,– zu spielen und dann von der Bankroll eine Les Paul zu kaufen – wäre ja nur eine Frage der Zeit. Man nimmt eine durchschnittliche, gut machbare Winrate von 1 BB/100, dann kann man sich leicht ausrechnen, wieviel Hände noch fehlen…

Meine ursprünglichen Vorsätze, nur zu spielen bis ich die Kohle für die Gitarre habe, konnte ich ja nicht sehr lange einhalten.
Ich analysiere gerne und aufgrund meiner perfektionistischen Grundeinstellung liegt eben bereits tief in meinem Charakter verankert dieser Wille, mich immerfort verbessern zu wollen; ich kann da auch nicht aus meiner Haut…

Die wahre und einzige Challenge, die es in Texas Holdem gibt, ist doch, herauszufinden, wo die eigene Obergrenze liegt. Und genau das werde ich.
Und genau darauf zielen viele Zeitinvestitionen ab, die ich in den letzten Wochen und Monaten getätigt habe – es hat nur etwas gedauert, es mir selbst einzugestehen.

Die Neuformulierung der Herausforderung schließt auch den Ursprungswunsch nicht aus: sollte ich scheitern (ich meine jetzt nicht broke gehen – das passiert mir nicht), weil der Skill nicht reicht, weil mir wieder ein “Real-Life-Knüppel” zwischen die Beine fällt, weil mich bestimmte Limiteinsätze psychisch belasten, etc, kann ich mir die Paula immer noch holen.
Am liebsten würde ich sie mir eben irgendwann vom Monatsrakeback meines Maximallimits leisten.

So oder so werde ich sie bekommen…

Ausblick

Nachdem nun die Katze aus dem Sack ist, sind auch die bereits formulierten Ziele für den April verständlicher.
Es gibt noch einige Baustellen, die es auszumerzen gilt, die “Nosebleed-Micros” sind immerhin bereits in Sichtweite und bevor die Schießerei losgeht, sollte man sich wenigstens eine kugelsichere Weste anlegen…

Superman

Ich werde, um mich weiter zu verbessern, von jeder Session einen Video-Mitschnitt machen, um mich dazu zu zwingen, mir über jede Hand Gedanken zu machen (nix reden = nix wissen).
Vermutlich werde ich das eine oder andere Video im Blog veröffentlichen (ich denke momentan an 1 Video/Woche), eventuell auch mit anschließendem Sessionreview-Video (oder Woche 1: Live-Video, Woche 2: SR von Vid 1)…

Außerdem bin ich am Überlegen, mich in irgend einer Form an einer Coaching-Gruppe zu beteiligen (beitreten/gründen), allerdings wird dieses Thema erst nach dem Sommer aktuell (Garten, EM, Arbeit).

Soweit für Heute, und nicht vergessen: Wissen ist Macht!

Wink

Mrz 292012
 

Howdy,

vorgestern habe ich einen spielfreien Tag eingestreut, um ein wenig das schöne Wetter im Garten zu nutzen. Am Abend habe ich mich zum Ausgleich mit Video-Content von Boomer und Beampoker versorgt.
Für stupides Grinden gibt es auch keinerlei Grund: der PSDE-Goldstatus ist gesichert, der PokerStars Silver-Star nicht mehr zu erreichen…

Gestern Nachmittag habe ich mein Pokerequipement im Garten unter der Pergola aufgebaut und eine “Freiluft-Session” eingelegt. Leider meinten es weder Fortuna, noch meine WLAN-Verbindung gut mit mir, weswegen ich nach einer Stunde und dem dem dritten Connection-Problem (das tiltet mich sowas von an, wenn ich an zwei Tischen eröffne und blupp…Verbindung im Nirvana!) meine Aktivitäten wieder an meinen Standard-Arbeitsplatz verlegt habe.
Mit der Arbeitsplatz-Adaption kam auch Fortuna zurück und mir gelang noch ein 45BB-Heglaf.

Ich habe die Tage schon einmal ob der Qualität der Aggression auf dem Limit philosophiert.
Zu dem Thema gibt es nachfolgend ein kurzes Session-Review-Video.
Viel Spaß…

Wie gesagt: Meinungen, Anmerkungen, etc bitte gerne als Kommentar posten.