b0wm4ker

 

Howdy,

also, wenn man sich den unten stehenden Graphen anschaut: die ersten knapp 200 Hände wurden Samstag/Sonntag gespielt – und da sah es wirklich so aus, als ob die ganze Geschichte Richtung “BROKE” endet…!

Diese Anmerkung lediglich, um klarzustellen, wie wichtig ein ordentliches Bankrollmanagement ist! Auch auf Limits, wo man seinen Gegnern spielerisch haushoch überlegen ist, gilt es, den Einfluss der Varianz auf das Spiel zu beachten!

Am Wochenende (221 Hände – die ersten des Graphen) lief es überhaupt nicht, und ich startete in den Montag mit einer Bankroll von $ 2,56, was gerade noch 64 Big Bets waren (2 Stacks plus paar Groschen).
Gottseidank halten sich Glück und Pech die Waage, und Madame Varianz hatte endlich auch mit mir ein Einsehen:

Ich konnte bald wieder 4 Tische spielen und mit ABC-Poker gegen Fische (Value-Betten bis zum Erbrechen) ging es stetig bergauf.
Der letzte Tal-Knick ist einem Preflop-Aggromaten geschuldet (für einen richtigen Maniac war er postflop zu lasch), der 4 Tische gespielt hat (90/60-Style mit einer 30er 3betting-Frequenz) und den ich meinte, an einem weiteren Tisch in Position beackern zu müssen. Leider war ihm das Glück hold…an beiden Tischen!

Richtig gute Spieler gibt es auf dem Limit nicht (natürlich nicht!) – es gibt zwei, drei Russen, da merkt man schon, dass sie auf der Suche nach dem richtigen Weg sind (dem TAG-Weg), aber an irgend einer Ecke hakt es bei denen doch noch gewaltig, was sich dann zu meinen Gunsten ausnutzen lässt.
Trotzdem muss man sie nicht unbedingt spielen (zumindest nicht die Tische, an denen sie alle miteinander versammelt sind – einer oder zwei von denen am Tisch sind schon ok, es sei denn man möchte jedes Blatt 6hd ausspielen…paar Folder am Tisch sind manchmal auch ganz nett!

Eine Randnotiz zu Heute: irgendwann in einem Leerlauf habe ich mir die Gegnerschaft etwas angesehen und sehe auf einmal: “Hoppla – ein Silver-Star bei mir am Tisch!”. Zunächst dachte ich, dass er vielleicht sein neues HUD einstellt, oder irgend etwas anderes ausprobiert.
Jedenfalls lasse ich mir den Spieler anzeigen, und muss feststellen, dass er 2ct/4ct MASS-TABLED –> an 12 Tischen grindet der seinen Silver-Star!
Hut ab!

Am Ende des Tages durfte ich mich über einen neuen Höchststand meiner Bankroll freuen, welche $ 5,78 erreichte.

 

 

Howdy,

nachfolgend meine Eindrücke vom ersten Tag:

ist schon ein echt ungewohntes Gefühl, wenn man mit seiner kompletten Bankroll an 4 Tischen sitzt…vor allem, wenn die fischigen Freunde alle Register ziehen!
Es hat sich halt überhaupt nichts verändert – und auf 2ct/4ct schon gleich gar nicht (übrigens ein Limit, von dem ich vor einem Jahr noch nicht einmal wusste, dass es existiert…) - das ist ja quasi wie Playmoney…!
Fast alle Grob-Gruppierungen der Gegnerschaft sind anzutreffen:
Fische von sehr passiv bis sehr aggressiv in allen Gruppierungen, wenige tight-passive Spieler (wenn die betten/raisen haben sie die Nutz), keinerlei TAGs – die gibt es auf diesem Limit nicht (vermutlich wird sich das auch in den nächsten beiden Limits kaum ändern…!)

Die überwiegende Mehrheit der Gegnerschaft hat einen VPIP irgendwo zwischen 50% und 100% – den Sinn einer Preflop-Erhöhung haben sie nicht verstanden, es werden Raises und 3bets gecalled, mit Starthänden aus den Niederungen der Ranglisten…
Dies soll hier aber kein Post werden, wie schlecht hier alle spielen und was ich für ein toller Hecht bin… ;-.)

So funktioniert das Pokergefüge eben, und die “Dummen” (oder eben weniger abfällig: die Zocker) sterben nicht aus und irgendwo müssen die diversen Winrates ja her kommen!

Trotz des divergierenden Spielverständnisses gibt es aber immer noch diese mistige Edelschlampe namens Varianz, die die Zocker bei Laune hält – und das heute nicht zu schlecht:

Ist schon ein übles Gefühl, welches einen beschleicht, wenn man an einem Tisch nachcashen muss, dafür aber keine Bankroll hat…
Da bleibt einem nur noch die Möglichkeit, ein, zwei Tische zu schließen – sind sie auch noch so gut! Zeitweise war ich mit der Roll nur noch knapp über $ 1,50.

Das Ende vom Lied: 9ct miese
Bankroll: $ 2,77

Wohl doch nicht so leicht, wie man dachte…

Thinking

 

So…! – Um was geht es hier eigentlich?

Also primär geht es im Allgemeinen um eine neue Gitarre, die momentan noch in irgend einem Musikladen steht. Im Speziellen geht es aller Voraussicht nach um eine Les Paul E-Gitarre, die im bestmöglichen Fall eine Gibson ist, zur Not aber auch ein guter, preiswerterer Epiphone-Nachbau sein kann…

Sekundär geht es um Poker, genauer gesagt um Online-Poker, noch genauer gesagt um Fixed Limit Holdem.

Was Musik mit Poker zu tun hat? Gute Frage!
Gute Gitarren sind eben teuer und das Geld liegt leider nicht auf der Straße… – oder doch?

Aber der Reihe nach:

Am Anfang war der Wunsch nach einer neuen Gitarre. Etwas später kam der WSOP-Sieg von Pius Heinz, was eine leichte Neugierde zu einem Thema in mir weckte, das seit über einem Jahr eingeschlafen war. Zeitgleich kamen unverhoffte zwei Wochen Zwangs-Überstunden-Abbau, was mir vormittags die Zeit gab, mich darüber zu informieren, wie es ein Deutscher Pokerspieler geschafft hat, die WSOP zu gewinnen. Ich habe mir allen möglichen Kram angesehen: Foren, Videos, etc und dabei mitbekommen, dass Fult Tilt Poker dicht ist.
WTF? Ok – weitergelesen – dies und jenes – gibt eine neue Version des Holdem Managers – aha!

Nach einigen Stunden Poker-Recherche, hatte ich plötzlich Lust auf ein SNG oder MTT und habe mir die Software von Pokerstars installiert, nach über einem Jahr erstmals eingelogged….und schau mal einer an: “da sind ja noch stattliche 0,34 $ auf meinem Account!!!”
Glücklicherweise lief zur selben Zeit die Anmeldung für ein 90-Mann Turnier für 0,25+0,02 $…
Kurzerhand eingekauft und nach langem, dreistündigem Hin und Her an den Final Table gekämpft – wenn auch als Low Stack.
Naja, immerhin schon seit Platz 12 im Preisgeld (…was ein witziger Ausdruck bei den Beträgen…).
Lange Rede, kurzer Sinn: ich kam immer besser in Fahrt und als wir nur noch zu dritt waren, war ich Chip-Leader. Leider wurde ich übermütig und schied mit AQ gegen AK als Dritter aus dem Turnier aus, was mir ein Preisgeld von $ 2,89 brachte.
Mit meinen verbliebenen 7 Cent verfügte ich plötzlich über eine $ 2,96 – “Bankroll” !

Das war vergangene Woche am Donnerstag.

Ich denke irgendwann am Final Table reifte bereits die Idee, aus der ganzen Geschichte eine Challenge zu basteln.
Ich meine: klar – irgendwo ein paar hundert Dollar eincashen, 0,25/0,50 oder 0,50/1,00 spielen und irgend einen Bonus abgrinden ist kein Ding – aber dann hätte ich eben nach einem Jahr Pause einfach wieder mit Online-Poker begonnen.

So ist die Geschichte doch wesentlich reizvoller: aus 34 Cent eine Les Paul basteln…!

Am nächsten Morgen (als die Familie in der Arbeit/Schule war) den Rechner angeworfen und mit meiner Bankroll von knappen 75 Big Bets an die 2ct/4ct-Tische gehüpft.

OK, speziell vorbereitet habe ich mich nicht darauf, sämtlichen Content habe ich vor einem Jahr in der sicheren Gewissheit, ihn niemals wieder zu benötigen, von der Platte gelöscht. Ich war also auf mein Erinnerungsvermögen angewisen – und ich muss sagen: ich kam ziemlich schnell zurecht: die Software hat sich nicht großartig verändert, das Gefühl für die Situationen war sofort wieder da, Standardlines, Openraising-Ranges – alles entgegen meinen anfänglichen Befürchtungen kein Problem.

Also: die Challenge formuliert sich wie folgt:

Ich werde aus meiner momentanen Start-Bankroll von $ 2,96 ohne zusätzlichem Geldtransfer und somit ohne Zuhilfenahme einer Free-Bankroll, eines Deposit-Bonus, oder dergleichen versuchen, soviel $$ zu basteln, dass ich mir meinen Wunsch damit erfüllen kann!

Als Hilfsmittel wird mir in den ersten 30 Tagen die Trial-Version des Holdem Manager 2 dienen, danach werde ich weiterschauen – entweder den Elefanten oder den HM1, für den ich noch eine Micro-Lizenz in einer alten Email gefunden habe – ohne HUD am Tisch fühle ich mich irgendwie nackt…
Unter Druck setzen werde ich mich nicht ein bisschen – dieses zwanghafte Grinden vergangener Tage wird es im Hause B0wm4ker nicht mehr geben – wenn ich Zeit und Lust habe, wird gespielt – wenn nicht: dann nicht!
Ich werde keine Foren besuchen, keine Hände posten, keinen Content büffeln, nicht zwanghaft Hände analysieren.
ABC-Poker + B0wm4ker-Know-How muss hierfür genügen! Schliesslich habe ich nicht vor, eine Poker-Karriere zu starten – das komplette Unterfangen ist lediglich Mittel zum Zweck!
Sollte ich nicht broke gehen (was bei einer Roll von 75 BB durchaus möglich ist), werde ich vermutlich irgendwo in der Gegend um die $ 15,– auf 0,05/0,10 aufsteigen – ein 150er-BRM muss für die ersten paar Limits genügen – bei Bedarf wird das BRM angepasst!

Achja: und dieses ganze Unternehmen ist “streng geheim” – meine Family hat bisher noch keine Ahnung…auch ein gewisser Reiz!

Soweit erstmal für Heute…

Woodstock

 

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