Howdy,

da gerade, überall wo man hinschaut,  Jahresresumes gezogen werden und dies mein letzter Blogeintrag 2011 sein wird, werde ich mich auch diesem Thema widmen, und ein paar Gedanken zum Erreichten, zum nicht Erreichten, und meinen Zielen 2012 verewigen.

Im Prinzip kann ich über meine Poker-Challenge nur positive Gedanken finden.
Dass ich die Limits von 2ct/4ct bis 25ct/50ct allesamt sicher schlagen werde, war mir vorher schon klar – soviel konnte sich seit November 2010 gar nicht verändert haben.
Das einzige Problem dabei war die nicht vorhandene Bankroll. Da diese nun bereits bei $ 82,– liegt, ist für mich praktisch seit längerem klar, dass die Challenge erfolgreich enden wird – einzig der Zeitpunkt, wann ich Betrag XY für die Les Paul beisammen habe, bleibt offen…
In den ersten Tagen gehört eben eine Riesenportion Glück dazu, dass die Bankroll überlebt und man nicht gleich zu Beginn mit einem Downswing startet. Dieses Glück hatte ich; that’s all!

Mir wird es trotzdem wie Öl runter gehen, wenn mich in ein paar Jahren meine Enkelkinder fragen: “Wo hast Du Deine E-Gitarre her?” und ich darauf erwidere: “Der Opa hatte noch 34 Cent auf seinem Pokerstars-Account…!”

Fakten

  • 17.353 Hände
  • $ 79,17 Winnings
  • 4,39 BB/100
  • VPIP 22
  • PFR 15
  • AF 1,95
  • WTS 37,3
  • W$SD 54,6

Graph

 Ausblick 2012

Wie bereits zu Beginn des Blogs erwähnt, werde ich mich nicht unter Druck setzen.
Es spielt für mich keine Rolle, ob ich meine Paula 2012 oder erst 2013 quäle…ich habe eine schöne Western-Gitarre, die einem fortgeschrittenen Anfänger noch lange Zeit genügen wird!
Da es auf meinem aktuellen Limit 10ct/20ct hervorragend läuft (6,5 BB/100 auf die ersten 4,6k Hände) sehe ich deswegen auch keinerlei Zwang, total underrolled auf 25ct/50ct aufzusteigen – unter 200 BB wird dies wohl nicht der Fall sein!

Ich werde mir auf jeden Fall bei Pokerstrategy.com nach und nach sämtliche Videos von Liverix reinziehen – und das kann ich nur Jedem empfehlen, der sich ernsthaft für Limit Holdem interessiert. Liverix ist ein genialer Didakt!

Bitterste Hand 2011

Ich lasse die einfach mal total unkommentiert….
Tounge-Out

$0.1/$0.2 Fixed-Limit Hold’em (6 handed) 

MP3: ( $4.00 USD ) – VPIP: 33, PFR: 12, 3B: 0, AF: 2.8, Hands: 84
CO: ( $7.74 USD ) – VPIP: 70, PFR: 25, 3B: 3, AF: 1.7, Hands: 117
BU: ( $3.83 USD ) – VPIP: 14, PFR: 5, 3B: 3, AF: 0.7, Hands: 80
MP2: ( $1.23 USD ) – VPIP: 58, PFR: 44, 3B: 23, AF: 1.8, Hands: 55

Preflop: Hero is BB with 5, J.
MP3 posts deadblind, MP2 raises, MP3 calls, CO folds, BU calls, SB folds, Hero calls.

Flop:
(8.5 SB) 4, Q, 9 (4 players)
Hero bets, MP2 raises, MP3 calls, BU calls, Hero 3-Bets, MP2 calls, MP3 caps, BU calls, Hero calls, MP2 calls.

Turn: (12.25 BB) 9 (4 players)
Hero bets, MP2 raises, MP3 3-Bets, BU calls, Hero caps, MP2 calls (All-In), MP3 calls, BU calls.

River: (27.4 BB) 5 (3 players)
Hero bets, MP3 raises, BU 3-Bets, Hero caps, MP3 calls, BU calls.

Final Pot: 39.4 BB.

Results follow:

Hero shows a flush, queen high(5 J).

MP3 shows a flush, ace high(7 A).

BU shows four of a kind, nines(9 9).

 

Änderung des Rakeback bei Pokerstars

Pokerstars stellt ab 01. Januar 2012 das Rakeback (VPP) von Dealt auf Weighted Contributed um.
In den bekannten Foren herrscht deswegen helle Aufregung, gerade bei den vielen “Break-Even-Grindern”, die ausschließlich durch ihr Rakeback existieren.
Bei Dealt Rake wurden die VPP durch die Anzahl der Spieler am Tisch zu gleichen Teilen aufgeteilt, wohingegen bei Weighted Contributed Rake die VPP-Vergabe anteilig nur an die Spieler verteilt werden, die auch in die Hand eingezahlt haben – und zwar anteilig zum jeweiligen Investment.
Eine – wie ich finde – fairere Lösung, auch wenn ich als tighter Spieler wahrscheinlich schlechter dabei wegkomme…

Welche Auswirkungen diese Änderung für mich persönlich mit sich bringt, werde ich im kommenden Jahr feststellen und darüber berichten.
Da meine bisherige Bankroll zu 100% aus Winnings besteht und der Boni-/Rakeback-Anteil 0% beträgt, tangiert mich diese Änderung vermutlich kaum…

Wish You a happy New Year.

Beer

 

Howdy,

trotz Outing kam ich durch arbeitsbedingten Ausnahmezustand und damit verbundener “geistiger Erschöpfung” nicht auf die Samplesize an Händen, die ich mir eigentlich vorstelle. Wenn der Kopf nicht bei der Sache ist, bringt es auch nichts, sich an die Tische zu setzen – das kann nicht +EV sein – auch wenn man der durchschnittlichen Gegnerschaft spielerisch überlegen ist (oder zumindest glaubt, dies zu sein).

Dennoch konnte ich heute nachmittag etwas abschalten und mich auf eine 70-minütige 4tabling-Session konzentrieren.

Key-Facts

315 Hände
8,2 BB/100
$ 5,18
21/15 VPIP/PFR
45,3 WTSD
48,7 W$SD
Bankroll: $ 78,01

Was auffällt ist der erhöhte Went to Showdown Wert – vielleicht ist der auf so eine geringe Samplesize aber auch normal – allerdings hatte ich auch während der Session das Gefühl, etwas showdownbounder als normal zu agieren (meist natürlich, wenn man mit A-high wieder keinen Bluffcatcher hatte).
Heute nachmittag waren unglaublich viele deutsche Spieler auf 10ct/20ct unterwegs, überwiegend mit tight-aggressiver Spielweise. Natürlich ausspielbar und nicht besonders gut, dennoch ekliger zu spielen als Fisch, LAG, Maniac (zumindest ist das meine Meinung).
Da ich die letzten Wochen nicht auf allzuviele taggy Gegner traf, gilt es, mich daran langsam wieder zu gewöhnen, denn spätestens ab dem nächsten Limit werde ich unweigerlich auf die ersten Regulars treffen, die ebenfalls ein Stück vom Kuchen beanspruchen.
Aus diesem Grund habe ich einen schlecht gewordenen Tisch absichtlich nicht geclosed, um mich wieder etwas an die tight-aggressiveren Gegner zu gewöhnen…

 

See Ya.

 

Howdy,

in Bezug auf meine Challenge darf ich auf eine super erfolgreiche Woche zurückblicken – in zweierlei Hinsicht:

erstens hat sich durch mein “Outing” die “Heimlichtuerei” erledigt, welche nicht immer förderlich für hundertprozentige Aufmerksamkeit war, und zweitens kann ich mich über eine sehr erfreuliche Entwicklung der Bankroll freuen, welche aktuell bei $ 66,82 liegt!
Dabei konnte ich Anfang der Woche überhaupt nicht davon ausgehen, wie positiv sich diese noch gestalten würde:

Am Montag droppte ich zunächst in 762 Händen 36 Big Bets in den Keller, wobei der Tiefstand dieser Session sogar bei 61 Big Bets lag.

Am Dienstag erzählte ich meiner Partnerin anlässlich einer geeigneten Gelegenheit von meinen Plänen – alles komplikationslos über die Bühne gegangen, was mein Vorhaben um einiges vereinfachen wird (Perfektionierung der Tableselection durch flexiblere Spielzeiten, Erhöhung der Spielfrequenz).

Am Mittwoch drehte ich den Spieß an den Tischen um: in 350 Händen 40 Big Bets up.

Heute Abend gab es dann den ultimativen Upswing: 543 Hände mit 19,54 BB/100 brachten mir einen satten Gewinn von $ 21,22. Ich hatte einen unglaublichen W$SD von 74,6%!
Diese 4-tabling Session hätte wahrlich einen Videomitschnitt verdient gehabt, sehr viel Action und sehr unterhaltsam!

Der Wochengraph:

Allmählich erscheint das Limit 25ct/50ct auf dem Radar für das ich aktuell 120 BB hätte. Ich bin schon gespannt, was sich auf dem Limit verändert hat und es juckt mir bereits in den Fingern – allerdings möchte ich meine Bankroll und damit die komplette Challenge nicht durch Upswingbedingte Euphorie gefährden, weswegen es momentan sehr hilfreich sein wird, nüchtern, sachlich und vernünftig zu bleiben!

Zum Abschluß der Woche noch der Graph aller Hände in $$$$:

 

Wish you a Merry Xmas…

 

Howdy,

es läuft momentan wirlich sehr zufriedenstellend. Das aggressivere BRM hat sich gottseidank ausgezahlt und ich konnte auf 10ct/20ct meine Bankroll verdoppeln.

Sie liegt aktuell bei $ 43,10, was zugleich auch der neue Höchststand ist.

Immerhin konnte ich diese Woche 4,5 Stunden Spielzeit freischaufeln, weswegen ich mittlerweile knapp über 2.000 Hände auf 0,10/0,20 gespielt habe. Die Winrate dazu liegt derzeit bei sehr guten 5,87 BB/100, bei einem exorbitanten Rake von 4,1 BB/100.

Meine Stats pendeln sich nach einer Samplesize von mittlerweile limitübergreifend 14.616 Händen bei folgenden Werten ein:

  • VPIP: 22,2
  • PFR: 15,1
  • 3bet: 6,9
  • WTSD: 36,8
  • W$SD: 53,9
  • AF: 1,96
  • Steal: 30%
  • SBdef: 13,4
  • BBdef: 51,4

Soweit ich mich erinnere, machen diese Werte allesamt einen vernünftigen Eindruck.
Die VPIP/PFR-Werte könnten noch um 10% – 25% steigen…
Da aber das Prinzip so aussieht, dass man sein Spiel an die Gegner anpasst und nicht an die Stats, sind die Werte eben momentan etwas zu niedrig (prozentual gesehen openraisen wir ja aus dem Cutoff, dem Button und vor allem aus dem Small Blind die breiteste Range unserer Hände. Bedingt durch das mangelnde Spielverständnis des Großteils der Gegnerschaft, ist es schon fast eine Rarität, wenn man im Small Blind zu einem Openraise kommt, wodurch erklärt ist, warum diese Werte auf den Fisch-Stakes praktisch nicht zu erreichen sind).

Konnte ich den Unterschied der Spielstärke von 2ct/4ct zu 5ct/10ct noch deutlich spüren, ist hingegen von 5ct/10ct zu 10ct/20ct keinerlei Unterschied feststellbar. Ich würde eher sagen, im Mittel sind die Gegner eher noch schlechter als auf dem tieferen Limit (scheinbar ist 10ct/20ct ein beliebtes Einstiegslevel für viele Fische).

Man trifft auf die ersten TAGs, wobei diese größtenteils massgrinden und nicht wirklich viel von mir mitbekommen.

Noch nicht ganz schlüssig bin ich mir bei der Frage, ab welchem Bankrollstand ich auf 25ct/50ct aufsteigen werde.
Ich möchte natürlich so schnell wie möglich auf dieses Limit (“mein” Limit), ich mag allerdings keinesfalls auf 5ct/10ct absteigen müssen (oder gar 2ct/4ct).
Da das aktuelle Limit 10ct/20ct immerhin bereits dafür sorgt, dass die Bankroll ($-mäßig) merklich steigt, könnte ich mir derzeit schon vorstellen, meine Bankroll zunächst auf $ 100,– zu spielen, um mit 200 BB aufzusteigen.
Ein 100 BB-Management ist schon verdammt knapp – es sind halt eben nur mal 4 Stacks. Eine Session mit 30 BB minus ist darüberhinaus völlig normal und bei einem ordentlichen BRM auch WAYNE – bei einem 100 BB-BRM ist aber mal eben ein Drittel der Bankroll flöten…!
Hier gilt es für mich, das richtige Maß zwischen Profit und Risiko zu finden.

Ab 2012 wird mir dann hoffentlich auch das Rakeback (bei Pokerstars in Form von Stellar-Rewards und Boni) etwas unterstützend weiterhelfen.
Seit Beginn der Challenge habe ich nun knapp über 200 VPP erspielt – das ist in etwa das, was ich vor einem Jahr in 2 bis 3 Tagen schaffte.
Habe ich damals solch einen $ 10,– Bonus mal eben so am Rande gerade noch registriert (ist auf 1$/2$ gerade ein Durchschnittspot an einem tighten Tisch), wäre dieser Betrag im Moment ein Bankroll-Push von satten 25%!

Zum Abschluß für heute gibt es nachstehend noch den 10ct/20ct Gesamtgraphen:

 

See Ya.

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